MARY KNIGHT - Filmvorführung + Workshop, 01.02.2019 und 02.02.2019

Freitag, 01.02.2019, 17-20 Uhr, Filmvorführung und Gesprächsrunde


"Bin ich verrückt? Meine Reise um festzustellen, ob meine Erinnerungen wahr sind" - eine persönliche Dokumentation von Mary Knight

Sie haben vielleicht von der #metoo Bewegung gehört - wussten Sie, dass dies nicht die erste Bewegung dieser Art war? In den 1980ern und den frühen 1990ern begannen Betroffene sexueller Kindheitstraumatisierungen, über ihre Erlebnisse zu sprechen. Sie wurden zum Schweigen gebracht.Mary Knight hat keine durchgehende Erinnerung an ihre Misshandlungen. 1993, im Alter von 37 Jahren, kamen ihre Erinnerungen zurück. In ihrem persönlichen Dokumentarfilm untersucht Knight die Kontroverse um "falsche Erinnerungen" (False Memories). Sie interviewt u.a. Dr. Elizabeth Loftus, die von Bill Cosbys Verteidigung als Sachverständinge und Expertin für "falsche Erinnerungen" herangezogen wurde. Außerdem kommen die ehemalige Miss America und Inzestüberlebende Marilyn VanDerbur und Dr. Bessel Van der Kolk, Autor des wissenschaftlichen Bestellers "Verkörperter Schrecken" zu Wort. Im Anschluss an die 55-minütige Dokumentation steht Frau Knight für Fragen zur Verfügung. (Die Veranstaltung wird ins Deutsche übersetzt.)

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Samstag, 02.02.2019, 9-17 Uhr, Workshop

Mary Knight wird im 1. Teil des Workshops Ausschnitte aus ihrer dokumentarischen Arbeit zeigen, die nicht in der Endfassung ihres Filmes "Bin ich verrückt? Meine Reise um festzustellen, ob meine Erinnerungen wahr sind" enthalten sind und diese zur Diskussion stellen.

Im 2.Teil des Worshops stellt Mary Knight die Dokumentation "Wahre Erinnerungen - Mutter-Tochter-Konfrontationen" vor, an der sie aktuell arbeitet. Diese Dokumentation beschäftigt sich mit den Konflikten zwischen Frauen, die sexuelle Traumatiserungen in der Kindheit erlebt haben, und ihren Müttern, die bekannte Mitglieder der False Memory Syndrome Foundation (FMSF) sind. Die FMSF ist eine us-amerikanische Organisation, deren Ziel es ist, die Glaubhaftigkeit und sogar Existenz von wiedererlangten Erinnerungen zu diskreditieren.

Im 3. Teil des Workshops wird Mary Knight 10 Gründe vorstellen, anhand derer sie zu dem Schluss gekommen ist, ihren eigenen Erinnerungen zu trauen. Hierin präsentieren sich Kriterien, die für die Arbeit mit komplextraumatisierten Patient*innen, die oftmals selbst mit der Glaubwürdigkeit der eigenen Erinnerungen hadern, von großer Bedeutung sind. (Die Veranstaltung wird ins Deutsche übersetzt.)

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Psychotrauma Zentrum Leipzig e.V.
Zschochersche Straße 1b
04177 Leipzig

Freitag (Filmvorführung) voll / ermäßigt
Abendkasse 10 € / 5 €
Workshopteilnehmer*innen gratis

Samstag (Workshop) voll / ermäßigt
mit Anmeldung 90 € / 50 €
Tagekasse 100 € / 60 €

(ermäßigt: Auszubildende, Studierende, Geringverdienende, Rentner*innen, Mitglieder PTZ)

Anmeldung unter: themenabende@psychotraumazentrum-leipzig.de

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MARY KNIGHT
machte 1980 ihren Abschluss zur Sozialarbeiterin an der Universität von Texas und arbeitete 23 Jahre lang als klinische Sozialarbeiterin. Ihre Arbeitsschwerpunkte lagen in der Arbiet mit traumatisierten Kindern und der Begutachtung der Kindeswohlgefährdung. Sie selbst ist Überlebende von extremen Kindheitsmisshandlungen, Kinderpornografie und anderen Formen von Menschenhandel.

Offenes Haus am Samstag, den 26.01.2019 von 13.00-16.00 Uhr

Offener Austausch und gegenseitige Stärkung.

 

Das Psychotrauma Zentrum Leipzig e.V. lädt zum Offenen Haus, einer entspannten Kaffee- und Kuchenrunde ein. Sie sind herzlich willkommen sich unsere Räumlichkeiten anzusehen, ins Gespräch zu kommen und sich mit einem warmen Getränk und Kuchen zu stärken. Am Nachmittag gibt es für Interessenten eine entspannende und kräftigende Imaginationsübung, Sie können gerne daran teilnehmen.

 

Willkommen sind Nachbarn, interessierte Kollegen, zukünftige, derzeitige und ehemalige Klienten und Mitglieder. Also jeder, der an einem lockeren Gedankenaustausch interessiert ist oder einfach nur Freude am Beisammensein hat.

Neue Themenabende ab März

Die PTZ Themenabende sind die Vortragsreihe des Psychotraumazentrums
Leipzig e.V., mit deren Hilfe die gesellschaftliche und individuelle Wahrnehmung,
Anerkennung und Integration von psychischen Traumatisierungen und deren Folgen
stärker ins Bewusstsein gerückt werden sollen.

 

Zu den Themenabenden